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Wachs
Bienenwachs wird von den Bienen selbst produziert. Durch spezielle Drüsen an ihrem Unterleib schwitzen die Bienen kleine Wachsschuppen aus. Aus diesen Wachsschuppen errichten sie Ihren Wabenbau. Im Alter von 12 bis 18 Tagen sind die Wachdrüsen voll entwickelt und haben die höchste Leistungsfähigkeit. Bienen in diesem Alter arbeiten daher in erster Linie als “Baubiene”.
Bienenwachs ist bei seiner Entstehung weiß. Die gelbe Farbe bekommt das Wachs erst durch Aufnahme von Farbstoffen, speziell aus dem Pollen und den Ausscheidungen der Bienenbrut.
Wichtig für die Gesundheit des Bienenvolkes ist ein gesunder Wabenbau. Im Wachs können sich für Bienen gefährliche Krankheitserreger anreichern. Durch die Entnahme von älterem Waben wird dafür gesorgt, dass der Wabenbau regelmäßig “verjüngt” wird. Bei meinen Völkern lasse ich jedes Jahr bis zu 50% des Wabenbaus von den Bienen neu ausbauen. Dadurch erreiche ich das nach zwei (spätestens drei) Jahren der komplette Wachs erneuert wurde.
Wachs hat ein “gutes Gedächtnis”. Es kann fettlösliche Stoffe wie ein Schwamm aufnehmen und speichern. Speziell chemische Mittel zur Bekämpfung der Varroamilbe können sich im Wachs anreichern. Wie viele andere Imker verwende ich daher nur organische Säuren (Ameisensäure und Oxalsäure) zur Behandlung gegen die Varroa. Diese Säuren sind ein natürlicher Bestandteil von Honig und reichern sich nicht im Wachs an.
Alte entnommene Waben werden mit Hilfe von einem Dampfwachsschmelzer eingeschmolzen. Der so gewonnene Wachs wird mehrmals geklärt um anschließend neue Mittelwände oder Kerzen aus ihm zu gießen.